Die erste Hochzeit, die ich begleiten durfte..

 

Erst einmal möchte ich mich kurz vorstellen. 

Ich bin  Fine und ich mache zur Zeit meine Ausbildung zur Fotografin bei dem Unternehmen Fotowork in Hattingen.

Als Gastbloggerin möchte Euch gern meine Eindrücke der ersten Hochzeit mitteilen, die ich mit Nicole ( meiner Chefin :D ) begleiten durfte.

 

Meine erste Hochzeit fand am 02. März 2016 statt. 

Es ging los mit den Fotos der Vorbereitungen des Bräutigams. Natürlich war ich aufgeregt vor der ersten Hochzeit, die ich fotografieren durfte. Wie groß und wie hell ist die Wohnung, sind dort viele Menschen, die darauf warten, dass ich alles festhalte? Gefallen denen die Bilder, die ich mache? Bin ich denen sympathisch? Der Druck für mich war sehr hoch. 

 

Ich war immer der Meinung, dass das Brautpaar sehr gestresst ist und vor Aufregung nicht weiß wo oben und unten ist. Aber diese Angst war völlig unbegründet. Der Bräutigam war sehr entspannt, genauso wie der Trauzeuge, Bruder, der zukünftiger Schwager und Schwiegervater. 

Alle haben mich sofort herzlichst begrüßt und so war es für mich eine Leichtigkeit in diese private Atmosphäre zu gelangen.

Nach den ersten 10 Minuten verschwand meine Aufregung und es war nicht schwer für mich ein paar schöne Momente festzuhalten. 

 

Tolle Momentaufnahmen wie sich der Bräutigam angezogen hat, ein paar Bilder mit den Menschen die ihm geholfen haben, und ihm an seinem großen Tag begleiten. Detailaufnahmen von den Kleinigkeiten des Moments, die Manschettenknöpfe, Ringe und Schuhe. 

 

Danach ging es weiter zur kirchlichen Trauung. Die erste Kirche, die ich gesehen habe, die für eine Hochzeit mit Blumen geschmückt und hergerichtet wurde. 

Zu diesem Zeitpunkt war ich wieder aufgeregt, wie die Braut wohl aussehen wird?! Hat sie ein Prinzessinnen Kleid an? Ist das Kleid mit Spitze besetzt? Hat sie ein kurzes oder ein langes Kleid an? Trägt sie einen Schleier oder ein kleines Diadem? All diese Fragen schwirrten in meinem Kopf herum.  

 

 

Bei dieser Hochzeit stand ich im hinteren Teil der Kirche, um den Einzug der Braut zu fotografieren. Wieder war die Aufregung umsonst. Es war so schön, dass ich mir ein paar Tränen verkneifen musste, zum Teil weil ich noch nie bei einer kirchlichen Trauung dabei gewesen war, zum Teil wie schön die Braut aussah, die erste Überlegung die ich hatte bestätigte sich. Sie war eine wunderschöne Braut in einem Prinzessinnen Kleid MIT Spitze besetzt.

 

Es kamen viele Eindrücke zusammen. Einzug der Braut, Bräutigam empfängt die Braut mit Brautvater, Gebete, Lieder die zusammen gesungen wurden, das Eheversprechen, die Segnung und das Tauschen der Ringe. Hochzeitskuss, das Anzünden der Hochzeitskerze, Fürbitten von Trauzeugen und Freunden, der Segen und zum Schluss der Auszug des Brautpaares mit vorangehenden Blumenmädchen. Nächste Hürde geschafft. :-)

 

Später ging es zum Brautpaar Shooting. Wieder eine große Herausforderung für mich. Ich war sehr gespannt darauf, wie es abläuft. Wie wird das Posing gehandhabt? Welche Perspektiven werden gewählt? Wie arbeitet meine Chefin mit Lichtern und Schatten? 

Ich war überrascht wie locker und flockig so ein Brautpaar Shooting abläuft.

Ich habe mir vorgestellt, dass es sehr steif ist, aber ich habe sehr schnell festgestellt, dass es gar nicht an dem ist. Das Shooting haben wir mit viel Witz, Charme und Humor fotografiert, um ein natürliches Lächeln des Brautpaares zu bekommen, und auch den beiden die Unsicherheit und Angst zu nehmen, denn ich denke das Brautpaar ist bedeutend unsicherer als wir. 

 

Danach ging es zur Location „ Restaurant Die Neue Schulenburg “. Dort gab es erstmal für uns eine kleine Verschnaufpause während des Sektempfangs. 

Wir konnten uns in Ruhe einen Überblick über Dekoration, den großen Saal und kleinen Details verschaffen, die wir dann direkt fotografiert haben. 

 

Als das Brautpaar das Buffet eröffnet hat, sind wir mit den Ringen und dem Brautstrauß losgezogen um detaillierte Aufnahmen zu machen. Beeindruckend mit was für kleinen Kniffs und Tricks tolle Bilder entstehen können. Einfach die alltäglichen Dinge, oder Dinge die dort so vorhanden sind zu nutzen. Ob eine Schaukel die auf dem Spielplatz ist, oder gerade eine Blume die dort auf der Wiese blüht zu nutzen, um die Ringe in Szene zu setzen. All das macht einfach nur Spaß. 

 

 

 

Am späten Abend stand dann der Hochzeitstanz an. Oh je und da war wieder die Panik. Dunkler Saal, viele Menschen auf der Tanzfläche. Komme ich an das Brautpaar heran? Treffe ich genau den richtigen Moment?  Wird es ein langsamer Tanz? Kommen da gute Bilder bei raus? Hat das Brautpaar irgendwelche Überraschungen in den Tanz eingebaut? 

Es war ein wunderschöner langsamer Tanz, mit vielen Emotionen des Paares.

 

Und wieder war meine Angst für die hohle Hand.

 

12 Stunden voll mit Eindrücken, Angst, Spannung, Freude und Erfahrung!

Es hat sehr viel Spaß gemacht. Alles war halb so wild, und ich habe gelernt man muss die Situationen einfach so nehmen wie sie kommen.

Ich habe mittlerweile schon mehrere verschiedene Hochzeiten begleiten dürfen und es macht jedes Mal aufs neue Spaß nette Menschen kennenzulernen und auf Hochzeiten dabei sein zu dürfen. Ich liebe mittlerweile diese tollen Momente und kann nun langsam auch diese Momente für mich genießen und ganz bei dem Brautpaar sein.

 

 

Eure Fine

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